Resümee der StuPa-Wahlen und weiterer Ausblick auf unsere Arbeit

Der Dank des SDS.DIE LINKE Siegen gilt allen Studierenden die der neuen aus der L.S.D. (Links, Sozial und Demokratisch) entstandenen Liste ihr Vertrauen ausgesprochen haben. Der SDS konnte so seine Präsenz im Studierendenparlament trotz gesunkener Wahlbeteiligung auf zwei Mandate ausbauen. Die gewählten Vertreter werden auch weiterhin konsequent den bisherigen linken Kurs halten. Wir sind gespannt ob mit uni:grün und BZUS potentielle Verbündete mit in den StuPa gewählt wurden und ob sich eine fruchtbare Zusammenarbeit ergeben wird. Darüber hinaus lassen wir uns von der äußerst knappen (mit gerade mal 43 Stimmen erreichten) absoluten Mehrheit der JuSos nicht entmutigen (näheres zu den StuPa-Wahlen findet ihr hier und dort).

Die StuPa-Wahlen waren nur ein kleiner Erfolg, der aber erst der Anfang sein kann für die bundesweite sozialistische Offensive gegen den Ausverkauf der Bildung und die sukzessive Aushebelung und Beseitigung der studentischen Mitbestimmung. Trotz der Fokussierung auf die Hochschullandschaft versteht sich der SDS ebenfalls als gesellschaftspolitische Kraft, die sich offensiv an den gesellschaftlichen Kämpfen beteiligt. Die ökologische Frage nach sauberer Energie und nachhaltiger, umweltverträglicher Produktion kann nur sinnvoll beantwortet werden, wenn man sie in Verbindung mit den ökonomischen Verhältnissen betrachtet. Ein bloßer oberflächlicher Protest gegen etwa Laufzeitverlängerungen von AKW´s oder dekadente Großbauprojekte wie Stuttgart 21 kritisieren zwar die Symptome, ändern jedoch nichts an den Ursachen. Nein, es muss die Systemfrage gestellt werden, welche zugleich die Frage nach den Ursachen dieser Symptome und Möglichkeiten eines sozio-ökologischen Wandels ist!



Der SDS ist eben kein opportunistischer technokratischer Verwaltungsapparat, sondern radikale Kritik an den herrschenden Verhältnissen aus der Hochschule heraus. Der politische Kampf gegen die drohende weltweite, ökologische Katastrophe, um eine soziale, demokratische und friedliche Welt, gegen Rechtsradikalismus, Kulturchauvinismus, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Militarismus und Antikommunismus sind unverhandelbare Grundsätze, die nicht zur Disposition gestellt werden können. Eine Säule der politischen Arbeit des SDS an der Universität Siegen ist die Bildungsarbeit in Form wissenschaftlich sozialistischer Grundlagenbildung (in Anlehnung an die durch den SDS bundesweite initiierte Marx und Luxemburg Lesebewegung) und antifaschistischer Aufklärungsarbeit. So haben wir am 08.12.2010 an unserer Uni einen Marxismus-Lesekreis gegründet, welcher sich das nächste mal am Mittwoch, den 15. Dezember 2010, 18:00 Uhr, im Raum AR-B 2205 trifft.

Weiterhin gibt es gerade in und um Siegen eine starke, gewaltbereite rechtsradikale Subkultur, die es durch die Bündelung der antifaschistischen Kräfte vor Ort zu zerschlagen gilt. Den 16. Dezember nutzen traditionell rechtsradikale, wie rechtskonservative Kräfte, um durch ein fadenscheiniges, zynisches und heuchlerisches Gedenken an einen Bombenangriff der Alliierten Befreier die Verbrechen des deutschen Faschismusses zu relativieren. Im Rahmen des GehDenken-Bündnisses 2010 wird der SDS einen Informationsstand am Siegener Hauptbahnhof betreiben, um auf die Deportationen zu den Konzentrations- und Vernichtungslagern aufmerksam zu machen, die von Siegen aus im Rahmen der Schoah stattfanden. Neben den über 14 „GehDenk-Orten“, zu denen es ebenfalls Stände sowie mahnende und informative Veranstaltungen an diesem Tag gibt, sei auf die Ständen der VVN-BDA und DKP am Apollo-Theater hingewiesen. Dieser dreht sich um den in Buchenwald ermordeten Siegener Kommunisten und Antifaschisten Walter Krämer.

Ein weiterer Termin im antifaschistischen Dezember wird die Teilnahme an einer Gedenkdemo für den in Hachenburg (Westerwald) auf offener Straße von Neonazis ermordeten Kurden Nihad Yusofoglu sein (näheres unter: http://28dezember.blogsport.de/). Der SDS ruft auch hier zur Beteiligung an der Demonstration auf und den Faschisten zu zeigen, dass sie nirgendwo erwünscht sind und keines ihrer Opfer vergessen wird.

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!



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