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Ein Wintertag Anfang des Jahres 2011; in der Gießener Kongreßhalle spricht der Widerstandskämpfer Hans Heisel: Arbeiterjunge aus Leverkusen geboren im 22er Jahr - als Soldat der Nazi-Wehrmacht in Paris – seit Anfang der 1940er Jahre für die Résistance zur Befreiung Frankreichs aktiv u.a. in der Beschaffung von Informationen und Waffen für die Antifaschisten - Mitglied der Kommunistischen Partei - nach dem Krieg aktiv gegen Remilitarisierung - unter Adenauer zu 15 Monaten Haft wegen Verstoßes gegen das 1956er KPD-Verbot verurteilt – 1994 auf Druck des deutschen Bundeskanzlers Helmut Kohl gemeinsam mit anderen deutschen Antifaschisten von den Feierlichkeiten anlässlich des 50. Jahrestages der Befreiung von Paris ausgeladen.

Diese Stichworte lassen die Größe seiner beeindruckenden Persönlichkeit und seiner Taten nur erahnen und sollen zugleich die Schwierigkeit zeigen, ein Leben wie das von Genosse Heisel adäquat zu beschreiben. Der deutsch-französische Sender “arte” hat mit seiner Dokumentationsreihe “Schattenkampf” auch dem Anteil Hans Heisels an der Befreiung Europas vom Hitlerfaschismus ein filmisches Denkmal gesetzt. Am vergangenen Donnerstag, den 12. Juli 2012, ist Genosse Hans Heisel in Frankfurt/Main verstorben. Das Wissen um sein Leben erfüllt uns mit der Zuversicht, dass es möglich ist, aktiv für eine andere Welt zu kämpfen und mit der Scham darüber, dass wir als Nachgeborene dies selbst im Vergleich zu wenig tun.

Dem für uns sehr denkwürdigen Abend Anfang 2011, als wir Genosse Heisel treffen konnten, widmete das Gießener Echo auf S. 6 seiner März-Ausgabe 2011 einen Beitrag. Der treffend überschriebene Artikel “Résistance statt Wehrmacht“, den Mathias Meyers zum Tod von Genosse Heisel in der jW veröffentlicht hat, sei zur Lektüre ebenso empfohlen wie das Interview mit ihm in der antifaschistischen Zeitschrift “Lotta”.

“Die Stärksten kämpfen ihr Leben lang. Diese sind unentbehrlich.” (Brecht)

 Leider müssen wir euch mitteilen, dass die geplante Podiumsdiskussion zum Thema “Sexismus und Geschlechterverhältnisse in der (Alltags-)Sprache” Morgen(Dienstag, den 19.06.2012) um 18 Uhr leider nicht stattfinden kann. Eine/r der eingeladenen Diskutant*innen musste bedauerlicherweise aufgrund einer terminlichen Überschneidung kurzfristig absagen. Wir bitten dies zu entschuldigen und möchten dafür die Podiumsdiskussion im Wintersemester 2012/13 nachholen. Einen genauen Termin wird so bald als möglich hier auf unserer Seite bekannt gegeben.

Der SDS Siegen ruft alle Interessierten zur Teilnahme am diesjährigen festival contre le racisme an der Uni Siegen auf!

 

Und so sieht das phänomenale Programm aus:

MONTAG – 11. JUNI – 18 UHR – KULTKAFF @ AR-CAMPUS (AR-H 109)

Neonazismus zwischen Terror, Wahlen und Eventkultur

Das Antifaschistische Bündnis der Universität Siegen (ABUS) ist ein Zusammenschluss verschiedener Initiativen und hochschulpolitischer Gruppen, unter denen auch das Aktionsbündniss SDS.AgiL vertreten ist. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht die Studierenden über rechtsradikale, rassistische und antisemitische Tendenzen in unserer Gesellschaft zu informieren und gegebenenfalls gemeinsam zu intervenieren.

Die Veranstaltung gibt einen Überblick über die Entwicklungen der Neonaziszene mit Schwerpunkt auf NRW. Hierzu referiert Jürgen Peters (Autonome Nationalisten. Die Modernisierung neofaschistischer Jugendkulturen. Unrast Verlag, Münster, 2009.) vom antirassistischen Bildungsforum Rheinland.

 

 

MONTAG – 11. JUNI – 20 UHR – CAFE CHAOS @ AR-CAMPUS (AR-A 1008)

Rechtsrock als Teil faschistischer Identität

Vortrag und Diskussion weiterlesen …

„Schwules Blut“ mit Philipp Wilhelm, Westfälische Wilhelms- Universität Münster, 6.6.2012, 18 Uhr AR-B 2209/10

Schwule und Bisexuelle Männer werden zu einer Risikogruppe gezählt, die nicht Blut spenden darf. Wieso sollte ein gesunder Mann, egal welche Sexualität er hat kein Blut spenden dürfen? Wieso muss man in den neuen Fragebögen angeben ob man als Frau sexuellen Kontakt zu einem bisexuellen Mann hatte? Das Verbot für homosexuelle Männer Blut zu spenden ist in unserer Gesellschaft nicht mehr haltbar und muss abgeschafft werden. Unser Referent wird uns über die aktuelle und rechtliche Situation zu Blutspenden und Homosexualität berichten.

Herzlich laden wir euch ein zuu dieser Veranstaltunng von gay@uni, die fünfte Veranstaltung im Rahmen unserer gemeinsamen Reihe gegen Sexismus und Diskriminierung.

Für die vierte Veranstaltung unserer gemeinsamen Reihe “Sexismus und Diskriminierung im Visier – Geschlecht ist was du draus machst!” hat das autonome Schwulen-Referat Gay@Uni Siegen den homosexuellen katholischen Theologen David Berger eingeladen. Freut euch also auf eine spannende Lesung aus seinem Buch “Der heilige Schein” (zu beziehen über die Bücherkiste), in dem es u.a. um die Doppelmoral und Erziehung zur Unmündigkeit der katholischen Kirche geht. Im Anschluss bleibt noch genügend Zeit zur Diskussion. Das ganze findet statt am Mittwoch, den 30.05., um 18:15 Uhr im  Raum AE-A-102, des Artur-Woll-Hauses, Eichenhang 50, 57068, Siegen.

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