Wo hakts im Hirn, Herr Rektor?Kochtöpfe, Hotels, Matratzen, Fachärzte – für fast alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche gibt es sie: Rankings. Konkurrenzdenken und Effizienzkriterien des Marktes.  Auch vor  unseren Hochschulen machen sie nicht halt. Die bekannteste und wohl bedeutendste Hitliste für höhere Bildung in Mitteleuropa wird jährlich vom Gütersloher Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) im Studienführer der ZEIT herausgegeben.

Auch die Uni Siegen nimmt am CHE-Hochschulranking teil. Die Fakultät I mittlerweile sogar gegen den eigenen Willen. Diese hatte sich, wie zahlreiche deutsche Wissenschaftsverbände, Universitäten und gar ganze Länder einmütig gegen eine Teilnahme an den methodisch und politisch fragwürdigen Ranglisten entschieden. Das stört unseren Rektor weiterlesen …

 Auch in diesem Jahr stehen wir für Euch wieder zur Wahl. Hierzu treten wir gemeinsam als Aktionsbündnis GLL.SDS (Gesamtlinke Liste.Sozialistisch-Demokratischer Studierendenverband) zu den diesjährigen FSR- und StuPa-Wahlen sowie zu den Wahlen zur Gleichstellungskommission an. Warum es sich für Euch lohnt eure Kreuzchen bei uns zu machen, erfährst du hier in aller Kürze:

Wahlprogramm der GLL.SDS für die StuPa-Wahlen im WiSe 2012/13

Unser Wahlprogramm kommt in zwei Teilen. Im ersten Teil sagen wir Euch, warum wir ins Studierendenparlament wollen und was wir dort erreichen möchten. Im zweiten Teil könnt Ihr nach lesen, wofür wir uns als Aktionsbündnis in einem größeren Rahmen einsetzen werden.

Was wir im StuPa erreichen wollen

Verfasste Studierendenschaft

Unser wichtigstes Anliegen ist, dass die verfasste Studierendenschaft stark und unabhängig bleibt. Wir wollen, dass die Fachschaftsräte, autonomen Referate, Initiativen und Gruppen nicht in ihren finanziellen Mitteln beschnitten werden und Studierende weiterhin die Möglichkeit haben sich frei und ungebunden an der Uni einzubringen.

Sozialräume schaffen

Wir sehen die Uni Siegen nicht als „Bildungsfabrik“, sondern als Ort, indem sich Menschen geistig, sozial und kulturell entfalten können. Doch dafür wird auch Raum benötigt. Unsere Forderung ist daher, dass mindestens ein Raum an jedem Campus als Rückzugsort bereitgestellt und den Studierenden zur Selbstverwaltung überlassen wird. Wo solche Räume bereits vorhanden sind (Café Chaos, KultKaff, das Aquarium am ENC) müssen sie unbedingt erhalten bleiben. Auch dafür machen wir uns stark!

Nazis an der Uni und in der Gesellschaft keine Chance geben!

Wir setzen uns für den Erhalt eines ausdrücklich politischen „festival contre le racisme“ (fclr) ein. Bier und Bratwurst sind kein Zeichen gegen rechts, sondern unpolitische Selbstbespaßung. Antifaschismus darf kein Lippenbekenntnis bleiben!

Auch anderen Ewiggestrigen darf kein Platz eingeräumt werden, deshalb fordern wir ein generelles Couleur-Verbot in allen Einrichtungen und auf allen Veranstaltungen der Universität.

Cafeteria, Mensa, Studentenwerk…

Auch Du wirst gemerkt haben, dass die Uni nicht erst seit diesem Semester aus allen Nähten platzt. Diese Auslastung führt unumgänglich dazu, dass Studierende immer länger an der Uni bleiben müssen. Wir fordern daher längere Öffnungszeiten für die einzelnen Mensen und Cafeterien. Dabei vergessen wir nicht, dass es auch andere Interessengruppen als Studierenden gibt. Eine Verbesserung der Serviceeinrichtungen darf nicht auf Kosten der MitarbeiterInnen dieser gehen!

Gegen Rüstungsforschung – für die Einführung einer Zivilklausel

Wir sind für die Einführung einer Zivilklausel auch an der Uni Siegen. Diese soll sicherstellen, dass universitäre Forschung nur zivilen Zwecken dient.

Datenschutz

Wir setzen uns für den Abbau jeglicher Form von elektronischer Überwachung (z.B. im Eingangsbereich des AR-Campus am neuen SSC-Gebäude) und in den Gebäuden der Universität Siegen ein: Schluss mit dem Generalverdacht gegenüber allen Studierenden, Mitarbeiter*innen und Dozent*innen durch die Uni Siegen!

Uni als werbefreie Zone

Wir fordern: Das strikte Verbot jeglicher Form kommerzieller Werbebelästigung im Gesamtbereich der Universität.

Was wir darüber hinaus arbeiten

Die Universität existiert nicht außerhalb gesamtgesellschaftlicher Vorgänge. Es ist daher unumstößlich zur Verbesserung der Situation an den Hochschulen auch einen größeren Rahmen im Blick zu haben. Eine konsequente Hochschulpolitik kann daher nicht im Studierendenparlament aufhören.

Die folgenden Forderungen lassen sich im Rahmen eines Studierendenparlaments nicht oder nur schlecht umsetzen. Aber wir wollen Euch trotzdem darüber informieren, was wir außerhalb des StuPa für die Belange der Studierenden erreichen wollen!

Chancengleichheit und Barrierefreiheit

Wir sehen die Notwendigkeit einer allgemeinen Chancengleichheit im Bildungssystem, sowohl beim Zugang zu jeglicher Form von Schul-, Hochschul-, Fort- und Ausbildung, als auch innerhalb dieser Institutionen. Wir lehnen Zugangsbeschränkungen wie den Numerus Clausus (NC) strikt ab und machen stark für eine barrierefreie und familiengerechte Universität.

Studentische Mitbestimmung auf allen Ebenen

Wir bejahen ausdrücklich das Recht auf studentische Mitbestimmung und setzen uns für seine Weiterentwicklung ein. Vor allem bei der anstehenden Novellierung des Landeshochschulgesetzes wollen wir uns dafür stark machen, dass und intransparente, nicht demokratisch legitimierte Entscheidungsgremien wie der Hochschulrat abgeschafft werden. Auch sind wir der Meinung, dass an der Universität keine Entscheidung ohne studentische Stimme getroffen werden sollte. Wir fordern daher die viertelparitätische Besetzung der Gremien der akademischen Selbstverwaltung auf allen Ebenen!

Für eine Interessenvertretung der studentischen Hilfskräfte

Als Aktionseinheit GLL.SDS setzen wir uns für die Schaffung einer Rechtslage auf Bundesebene ein, die studentischen Hilfskräften eine selbstverwaltete Interessenvertretung ermöglicht. Auch studentische Hilfskräfte (SHK) brauchen als abhängig Beschäftigte eine starke und vor allem unabhängige Interessenvertretung!

Wohnräume schaffenLeerstände nutzen!

Wohnraum ist Menschenrecht. Daher sind Kommunen, Länder und Bund in der Pflicht ausreichend Wohnraum für alle bereitzustellen. Auf kommunaler Ebene ist hier die Stadt Siegen sowie ihre Wohnungsbaugesellschaften in Zusammenarbeit mit dem Studierendenwerk der Uni Siegen gefragt, die vielen Leerstände in Siegen zentral zu erfassen und in studentischen Wohnraum um zu wandeln.

Verbesserung der Verkehrssituation

Wir fordern die Rekommunalisierung des ÖPNV! Damit dieser wieder den Menschen und nicht den Profitinteressen privater Investoren dient. Auch eine soziale und faire Ausgestaltung des Semestertickets ist im Interesse der meisten Studierenden und daher unser Ziel.

Eure Gesamtlinke Liste.Sozialistisch-Demokratischer Studierendenverband (GLL.SDS)

Wir laden Euch herzlich ein unserer Hauptversammlung im Wintersemester 2012/13 beizuwohnen.
Wir treffen uns heute um 18 Uhr im Raum AR-K 307/1.
Gerne könnt Ihr aber auch schon vorher um 17:30 Uhr mit uns im Café Chaos ins Plauschen kommen.

Wir freuen uns auf Euch.

Solidarische Grüße

Euer SDS

"Wohin führt uns die Eurokrise?" 9. November in Siegen

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