Wie wir alle zu Beginn dieses Semesters merken, ist es mittlerweile fast ein Ding der Unmöglichkeit die Uni zur gewünschten Zeit zu erreichen. Entweder darfst Du Dich in einen komplett überfüllten Bus quetschen, oder diese fahren Dir aufgrund bereits bestehender Überfüllung direkt vor der Nase weg. Und selbst wenn Du über ein eigenes Auto verfügst, gleicht die Suche nach einem Parkplatz der berühmten Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Zur Verbesserung dieser Situation haben wir, das Aktionsbündnis SDS.AgiL, entschieden, unsere subjektiven Erfahrungen durch eine empirische Umfrage zu erweitern und diese als Basis für Forderungen nach einer Verbesserung des Gesamtzustandes zu nutzen. Unter diesem Link kannst Du die Umfrage, die derzeit auch von den Mitstreiter_innen des Bündnisses SDS.AgiL vor Ort auf dem Campus erhoben wird, herunterladen und ausgefüllt an unsere Mailadresse sds.dielinke.siegen@gmx.de senden.

Protest?von Alan Ruben van Keeken (dielinke.SDS Gießen)

Die politischen Zielvor-stellungen, Richtungen und persönlichen Motive, aus denen junge Menschen heraus in den Bildungsstreik treten, sind höchst heterogen und offenbaren analog zu der Individualisierung und Vereinzelung des Subjekts in der jetzigen Gesellschaft ein Kaleidoskop aus teils divergierenden, teils sich überschneidenden Interessen und vor allem individuellen Grenzen der Politisierung, der Bereitschaft und des Verständnisses der Handlungen während der „Lernniederlegung“.

Diese Grenzen bilden sich in einem Gemenge aus verschiedenen gedanklichen und sozialen Historien, unterschiedlichem Startkapital in Bildung, Geld und sozialer Kompetenz und verdichten sich, konsequent zu Ende gedacht, zu dem Befund, dass die „Zwangsgemeinschaft“ der Universität nur durch den gleichen Ort und die gleiche Art der Ausbildung weder eine homogene Interessengemeinschaft, noch eine politisch relevante Klasse, ja nicht einmal ein einheitliches Milieu zu bilden vermag, aus dem heraus eine stabile bildungsorientierte Bewegung entspringen könnte.

Vielmehr zeigt sich, dass weiterlesen …

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Aus Anlass der (wieder) aktuellen Diskussion um ein bedingungsloses Grundeinkommen, die nicht nur in Siegen ein Echo gefunden hat, möchten wir auf folgenden Text zum Thema hinweisen und dessen Lektüre empfehlen:

Anne Rieger: Bedingungsloses Grundeinkommen – klassenübergreifendes Projekt?, in: Marxistische Blätter 6/2010

11. September

Er sagt: Es ist nicht vorbei.
Nein, antworte ich
vorbei ist es nicht
Der Elfte September, sagt er
der Elfte September ist nicht
vorbei.

Recht hast Du, er lebt
antworte ich. In unseren
Herzen, da wird
der Elfte September leben

Und die Flugzeuge.
Ja, sagt er – und die Flugzeuge.
Und die Bomben, sage ich.
Welche Bomben, fragt er

Die Bomben, die an
den Flugzeugen hingen
bis zum Abwurf
sage ich.

Da waren keine Bomben
sagt er. Die Flugzeuge waren
die Bomben.
Nein, antworte ich. Sie
warfen sie
ab.

Damals, am Elften September
in Santiago de Chile
als die Flugzeuge den
Präsidentenpalast bombadierten
als Allende ermordet wurde
und die vielen anderen.

Ach, sagt er, den
Elften September meinst Du.
Ja, antworte ich,
den Elften September meine ich.

(Leander Sukov)


Salvador Allende - Floh De Cologne (aus dem Album “Mumien”, 1974)
  

Erklärung des Sprecher_Innenrates des SDS.DIE LINKE Siegen zum 11. September

Am 11. September jährt sich erneut eines der offensichtlichsten und schlimmsten Verbrechen des internationalen Kapitals und seiner imperialistischen Handlanger – der faschistische Putsch gegen die sozialistische Regierung Salvador Allendes im Jahre 1973. Allendes „Unidad Popular“ war im Jahr 1970 demokratisch gewählt worden und hatte in der Folgezeit den Aufbau einer sozialistischen, freiheitlichen Gesellschaft vorangetrieben.

Da der Aufbau einer solchen Gesellschaft selbstverständlich mit  der Vergesellschaftung  und Befreiung der Bodenschätze und des Ackerlandes einhergeht, war Chile schnell im Mittelpunkt antikommunistischer Agitation, vor allem, weil weiterlesen …

AStA Uni Siegen

Die am 09.08.2011 vom WDR Studio Siegen auf seiner Nachrichten-Homepage (“Studenten kritisieren Wissenschaftsministerium”, Online unter: http://www.wdr.de/studio/siegen/index.html) berücksichtigte Stellungnahme des, von Jusos und Uni:Grün gestellten, AStA der Universität Siegen bezüglich des Beschlusses des SPD-geführten NRW-Wissenschaftsministeriums, “noch mehr Studenten an der Uni zuzulassen” ist vom Sprecher_innenrat des Siegener Sozialistisch-Demokratischen Studierendenverbandes (SDS.DIE LINKE) mit Verwunderung aufgenommen worden. Zwar teilen wir prinzipiell die offenkundige Beobachtung, dass “die Uni [...] bereits jetzt schon überfüllt [sei]“, lehnen jedoch die vom AStA damit verbundene “Das Boot ist voll”-Haltung gegenüber den im Wintersemester 2011/12 zu erwartenden Studierenden ab. Das Menschenrecht auf Bildung ernst zu nehmen, würde in diesem Fall bedeuten, den objektiven Druck, den der Beschluss des Wissenschaftsministeriums auf die Universität Siegen ausübt, zu nutzen, um gemeinsam als AStA mit den anderen studentischen Vertretungen Verbesserungen in der Lehre für die jetzigen und zukünftigen Studierenden durchzusetzen. Diese notwendigen Verbesserungen decken sich gleichsam mit der Verbesserung der Stellung der lohnabhängig Beschäftigten weiterlesen …

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