FCLR-Woche 2013 an der Uni Siegen

Auch in diesem Jahr gibt es wieder das festival contre le racisme (fclr) an der Uni Siegen. Einige engagierte Studierende haben hierzu bereits im Februar/März zusammen gefunden, um für die gesamte Studierendenschaft ein tolles Programm vorzubereiten. Eine Woche lang gibt es inhaltliche Veranstaltungen zu Themen wie Rassismus, Xenophobie, Homophobie und Migration sowie ein vielfältiges Kulturprogramm, mit dem man sich aktiv gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ausspricht.

“Das festival wurde hierzulande als dezentrale bundesweite Kampagne vom freien zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) sowie dem Bundesverband Ausländischer Studierender (BAS) ins Leben gerufen und dabei von der gleichnamigen Kampagne des französischen Studierendenverbandes UNEF inspiriert.

Die Idee des festivals und was dahinter steckt

Rassismus und Diskriminierung sind [...] Themen, welche [auch] die Studierenden etwas angehen. Rechtsextreme Übergriffe, wie der auf den jungen Wissenschaftler Ermyas M. in Potsdam am Ostermontag 2006, sind nur die Spitze des Eisberges [...]. Eine diskriminierende AusländerInnengesetzgebung und ein zumindest merkwürdiger [menschenverachtender] Umgang mit Flüchtlingen und MigrantInnen sind Alltag. Die Probleme sind vielfältig, aber nicht allen Studierenden bekannt. Hierzu bietet der fzs an, sich innerhalb einer Aktionswoche an dem festival contre le racisme zu beteiligen. In einem selbst gewählten Mix aus Politik und Kultur soll ein Rahmen für Informationsveranstaltungen, Ausstellungen und Kulturveranstaltungen gegeben werden. Entlehnt ist die Kampagne vom französischen Dachverband der Studierenden (UNEF), der das festival contre le racisme bereits seit 1995 in Frankreich veranstaltet. In Deutschland ist das festival contre le racisme eine dezentrale Kampagne, findet also an mehreren Orten [fast] gleichzeitig statt. Studierendenschaften und Initiativen vor Ort füllen das Label festival contre le racisme mit Leben, indem sie Veranstaltungen zu den verschiedensten Themen organisieren, Ausstellungen zeigen, Musikfestivals veranstalten oder sogar ihr Hochschulsommerfest in das festival contre le racisme integrieren. So entstehen Aktionswochen, in denen sich Studierende über Themen wie Rechtsextremismzus, Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung im Alltag, studentische Verbindungen, Inte[r]nationalisierung des Studiums, Flüchtlingspolitik oder die Situation ausländischer Studierender informieren und diskutieren können.” (Quelle: http://www.contre-le-racisme.de/index.html, Verlinkungen im Text sind Anm. der Red.)

Mittlerweile auch ohne Mitgliedschaft im freien zusammenschluss von studentInnenschaften e.V. (fzs) hat sich das fclr glücklicherweise an der Uni Siegen halten können. Die Strukturen hierzu sind basisdemokratisch und weitgehend autonom. Der enorme Organisationsaufwand wird also ohne Netz und doppelten Boden betrieben. Ein Organisationsteam findet sich jedes Jahr aufs Neue ein und dementsprechend vielfältig, aber auch schwierig und aufwändig gestaltet sich die Organisation des fclr. Wir vom SDS.dielinke Siegen freuen uns also um so mehr, dass es in diesem Jahr wieder ein fclr gibt und sind sehr gespannt auf eine bunte, vielfältige und interessante Woche.
Weiterhin laden wir alle Studierenden herzlich dazu ein das Orga-Team zu unterstützen. Wer Zeit und Lust hat meldet sich im Café Chaos für den Konzerttag (Donnerstag im Kultcaff), um beim Auf-/Abbau sowie der Vorbereitung der Volxküche zu helfen.

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