FESTIVAL CONTRE LE RACISME: Aktionswoche vom 11.-15. Juni an der Universität Siegen

Der SDS Siegen ruft alle Interessierten zur Teilnahme am diesjährigen festival contre le racisme an der Uni Siegen auf!

 

Und so sieht das phänomenale Programm aus:

MONTAG – 11. JUNI – 18 UHR – KULTKAFF @ AR-CAMPUS (AR-H 109)

Neonazismus zwischen Terror, Wahlen und Eventkultur

Das Antifaschistische Bündnis der Universität Siegen (ABUS) ist ein Zusammenschluss verschiedener Initiativen und hochschulpolitischer Gruppen, unter denen auch das Aktionsbündniss SDS.AgiL vertreten ist. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht die Studierenden über rechtsradikale, rassistische und antisemitische Tendenzen in unserer Gesellschaft zu informieren und gegebenenfalls gemeinsam zu intervenieren.

Die Veranstaltung gibt einen Überblick über die Entwicklungen der Neonaziszene mit Schwerpunkt auf NRW. Hierzu referiert Jürgen Peters (Autonome Nationalisten. Die Modernisierung neofaschistischer Jugendkulturen. Unrast Verlag, Münster, 2009.) vom antirassistischen Bildungsforum Rheinland.

 

 

MONTAG – 11. JUNI – 20 UHR – CAFE CHAOS @ AR-CAMPUS (AR-A 1008)

Rechtsrock als Teil faschistischer Identität

Vortrag und Diskussion mit Jan Weissinger. Weitere Infos folgen…

 

 

DIENSTAG – 12 JUNI – 17 UHR – UNI WIESE @ AR-CAMPUS

Artgerëcht KunstWertSchätzeη Open Air

Das festival contre le racisme empfielt »Artgerecht Kunstwertschätzen« – diesmal ab 17 Uhr auf der Uni-Wiese am Adolf-Reichwein Campus (und bei schlechtem Wetter überdacht).

DIENSTAG – 12. JUNI – 18 UHR – ROTE ARENA @ AR-CAMPUS

Forumtheater zum Umgang mit Diskriminierung

Das Forumtheater wurde vom brasilianischen Theaterpädagogen und Politiker Augusto Boal entwickelt. Die Methode ist auch aus dem ebenfalls von Boal entwickelten »Theater der Unterdrückten« bekannt.

Gemeinsam werden wir kurze Szenen zu eigenen Erfahrungen von Diskriminierung und Alltagsrassismus entwickeln. Im Anschluss führen wir unsere Szenen auf und lassen das »Forum« einschreiten um die Konflikt lösen.

 

DIENSTAG – 12. JUNI – 18 UHR – SENATSSAAL @ AR-CAMPUS (AR-UB 032)

Der Nationalsozialistische Untergrund – Ein neuer Typ rechstradikaler Gewalt

Vortrag und Diskussion von und mit Dr. Christoph Busch (Sozialwissenschaften, Fakultät I, Universität Siegen)

 

 

MITTWOCH – 13. JUNI – 16 UHR – STUPA RAUM @ AR-CAMPUS (AR-M 002)

Grundzüge der Faschismusforschung – und ihr Nutzen für heute  Vortrag und Diskussion von und mit Phillip Becher (SDS Siegen)

Einige der fruchtbarsten Ansätze zur Analyse des Faschismus kamen aus den Reihen seiner politischen Gegner: der Arbeiterbewegung und der an ihr orientierten Wissenschaftler*innen. Daher sollen die wichtigsten Stationen bei der Herausbildung einer solchen Analyse, die den Faschismus als Form bürgerlicher Herrschaft begreift, historisch am Beispiel der Diskussionen in der Arbeiterbewegung in den 1920er und 1930er Jahren nachgezeichnet werden. Auf Basis dieses Verständnisses des historischen Faschismus können dann weitere antidemokratische Phänomene wie der Neofaschismus nach 1945 oder die Strömung(en) der “Neuen Rechten” untersucht werden.

 

MITTWOCH – 13. JUNI – 18 UHR – KULTKAFF @ AR-CAMPUS (AR-H 109)

Kampf gegen die Hoffnungslosigkeit – AktivistInnen und ihre UnterstützerInnen in Guatemala

In Guatemala herrschte 36 Jahre Bürgerkrieg – ihm vielen etwa 200.000 Menschen zum Opfer, der weitaus größte Teil waren Indigene, weshalb der Bürgerkrieg oftmals als »Ethnozid« bezeichnet wird. Im Rahmen der Bodenlos Veranstaltungsreihe »Wir sind nichts wert – wir haben Würde« stellt Valentin Franck das internationale Begleitprojekt »AcoGuate« sowie aktuelle Kämpfe und die Menschen dahinter vor. Besonderes Augenmerk wird er der Situation indigener Frauen und ihren Kämpfen widmen.

 

 

DO – 14.JUNI – 16 UHR – CAFE CHAOS @ AR-CAMPUS (AR-A 1008)

In welcher Stadt leben wir eigentlich?

Zwei Referent*innen der LiLi (Linke Liste der Universität Siegen) stellen ihre Kampagne »In welcher Stadt leben wir eigentlich?« vor: Wie lange war Adolf Hitler eigentlich Ehrenbürger der Stadt Siegen? Wie kann es möglich sein, dass Walter Krämer, der in der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem als einer der wenigen Deutschen geehrt wird und dort den Ehrentitel “Gerechter der Völker” verliehen bekam, der unzähligen Menschen im Konzentrationslager Buchenwald das Leben rettete, in seiner Heimatstadt Siegen jahrzehntelang jegliche Anerkennung verwehrt blieb? Wer ist eigentlich Paul Bonatz, nach dem ein Campus an der Universität Siegen benannt ist? Und wer war Hindenburg, nach dem in Siegen Brücken und Straßen benannt sind? Warum wird ein cholerischer Antisemit wie Adolf-Stöcker hier durch die Benennung einer Straße geehrt? Und weshalb muss man, wenn man am Kornmarkt genüsslich das ein oder andere Krombacher trinkt, offiziell neben der Alfred-Fissmer-Anlage (Bürgermeister Siegens zur Zeit des Nationalsozialismus) kampieren? Diesen und anderen Fragen wollen wir im Laufe des Vortrages nachspüren und wir möchten gerne mit euch in eine Diskussion kommen: Wie können wir eine möglichst breite Debatte in Siegen (und darüberhinaus) anstoßen, mit dem Ziel die Namensgeber von Straßen, Plätzen, Hallen, Schulen, öffentlichen Gebäuden zu hinterfragen und bestenfalls Druck auf die Stadt ausüben, mit dem Ziel fragliche Namen aus dem Stadtbild zu entfernen und an deren Stelle bestenfalls Menschen zu ehren, denen bisher keine oder kaum Würdigung zu Teil wurde und über die wir in Siegen höchstens “stolpern”, wenn wir goldglänzende Stolpersteine am Boden wahrnehmen, deren Schicksale ansonsten aber aus dem kollektiven Gedächtnis getilgt wurden.

 

DONNERSTAG – 14. JUNI – 18 UHR – KULTKAFF @ AR-CAMPUS (AR-H 109)

Konzertabend

18:00 UHR JON LUPUS (LIEDERMACHER – MARBURG)
19:00 UHR XUL ZOLAR (INDIE/ROCK – KÖLN)
20:45 Uhr BROKEN BLAZE (ROCK – SIEGEN)
22:30 Uhr AKUA NARU & the DIGFLO band (HIPHOP – USA/KÖLN)

–>Undfür den kulinarischen Genuss versorgt euch die vegane Volxküche der Superlative von SDS.Agil mit Erdnuss-Curry<–

 

FREITAG – 15. JUNI – 18 UHR – STUPA RAUM @ AR-CAMPUS (AR-M 002)

No Border: MigrantInnen-Solidarität in Calais

Die nordfranzösische Hafenstadt Calais ist ein Nadelöhr für Migrant*innen, die ohne Papiere Europa durchquert haben und nach England wollen. Bis ihr Versuch gelingt, unentdeckt auf einem der LKWs nach England zu gelangen, vergehen Monate in denen sie einer krassen Polizeirepression ausgesetzt sind. Zwei AktivistInnen berichten von Eindrücken, Hintergründen und Möglichkeiten.

 

FREITAG – 15. JUNI – 20 UHR – STUPA RAUM @ AR-CAMPUS (AR-M 002)

Kommunikationsguerilla im Infowar – Vom Dschungel in den Cyberspace

1998 ermöglichte »floodnet« den ersten virtuellen Sit-In, es folgten Angriffe auf die Website des mexikanischen Präsidenten, verschiedene Banken und die Frankfurter Börse.

Die ersten Schüsse des Informationskriegs fielen 1994 im lakandonischen Regenwald, dem Aufstandsgebiet der Zapatistas, während Anonymous heute kollektiv Schwärme digitalen Protests im Cyberspace bildet. Aber Hacktivismus ist noch viel mehr. Vom Begriff des Hacking ausgehend diskutieren Demian Göpfer und Manuel Fürtig über Perspektiven und Möglichkeiten des Protests im digitalen Zeitalter.

 

FREITAG – 15. JUNI – 22 UHR – CAFE CHAOS @ AR-CAMPUS (AR-A 1008)

Vive Latino » Tanzveranstaltung

Zum Abschluss der Festivalwoche findet die Bodenlos-Party im Cafe Chaos statt.

Companer@s Musicales:
Aesthetik & Zerstoerung | Dj Kollektiv | AZ Köln

Annorak | Electroparty Siegen

 

 

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