Solidarität mit den Beschäftigten im öffentlichen Dienst!


Für morgen haben die Gewerkschaften der lohnabhängig Beschäftigen im öffentlichen Dienst, ver.di und die GEW einen 24 stündigen Warnstreik auch für das Land NRW ausgerufen.[1] Dabei fordern die Gewerkschaften mehr Wertschätzung für die Arbeit ihrer Mitglieder in Form fairer Löhne sowie die Übernahme von Auszubildenden durch die öffentlichen Betriebe.

Auch in Siegen wird der Betrieb an Kitas, Schulen und der Universität betroffen sein. Der öffentliche Nahverkehr wird wohl ebenso eingeschränkt sein.

Für so manche, die noch nicht in Arbeit sind, sind die Forderungen der Gewerkschaften schwer vermittelbar. Faktisch gab es in den letzten 10 Jahren keinerlei Reallohnsteigerungen (ja sogar Senkungen in einigen Bereichen)[2]  bei gleichzeitiger Erhöhung der Lebenserhaltungskosten. Viele Beschäftigte sind in den letzten Jahren nur befristet und/oder auf geringfügiger Basis (400€-Job) eingestellt worden. Diese meist prekären Beschäftigungen schonen kurzfristig vielleicht die Kassen von Ländern und Kommunen, schröpfen dabei aber die Arbeiter*innen und Angestellten und schaden der Binnenwirtschaft, was sich sicherlich nicht in qualitativ guter Arbeit bemerkbar macht.

Als Aktionsbündnis des Sozialistisch-Demokratischen Studierendenverbands.DIE LINKE Siegen und der Aktionsgruppe grüne interventionistische Linke (SDS.AgiL), stellen wir uns hinter die Forderungen der Angestellten und Arbeiter*innen und sprechen daher unsere Solidarität mit den Gewerkschaften aus. Schließlich sind die Anliegen der Beschäftigten von heute auch die unseren, denn geht ein Großteil der Studierendenschaft  früher oder später auch ein Lohnarbeitsverhältnis ein.

Deshalb fordern wir alle Studierenden der Universität mit Gesamthochschultradition Siegen dazu auf für die streikenden Arbeiter*innen und Angestellten Verständnis aufzubringen und darüber hinaus ihren Kampf um bessere Arbeitsbedingungen tatkräftig zu unterstützen.



[1] Vgl. „Mittwoch ganztägige Warnstreiks in NRW“. WDR, 05.03.2012. Online verfügbar unter: http://www1.wdr.de/themen/politik/streik116.html. Zuletzt geprüft: 06.03.2012.

[2] Vgl. „Verteilungsbericht: Soziale Schieflage in Deutschland ist Armutszeugnis“, DGB, 23.11.2011. Online verfügbar unter: http://www.dgb.de/presse/++co++172fcc62-15b0-11e1-6a7f-00188b4dc422. Zuletzt geprüft: 06.03.2012.

2 Reaktionen zu “Solidarität mit den Beschäftigten im öffentlichen Dienst!”

  • Steffen david

    Wie geil ist das denn, verstehe ich das richtig, noch nicht mal Steuern zahlen aber schon fleissig Arbeitskampf üben? Ich hau mich wech. Passt aber irgendwie zum öD. Ich würde mal zu folgendem Aufrufen: Als Berufsanfänger, schaut euch euren ersten Arbeitsvertrag genau an, bevor ihr ihn unterschreibt. Getreu nach dem Motto: Ein Mann ein Wort. EIn leben lang!!! Solche Verbindlichkeiten solls ja noch geben. Auch wenn die Moral und Wertevorstellung zugegeben etwas eigenverantwortlich und spiessig klingt. Allen zukünftigen Personalreferenten rate ich, die Sympathisanten dieser Seite gut zu merken. An alle zukünftigen Selbstständigen: Viel Glück, dass ihr nicht an einen Mitarbeiter geratet, der eine der 7 Todsünden in sich trägt. Die Gier. Und zum Schluss noch ein Wort an alle MACHER und Alfatierchen, nehmt euer Geschick weiterhin selber in die Hand, und lasst euch nicht entmündigen, weder damals von euren Eltern oder zukünftig von ver.di.
    Beste Grüsse, _steffen.david@me.com_
    Noch eine alte Lebensweisheit: “wer mehr Geld will, geht zum Chef.”
    natürlich kann man auch seine Kumpels fragen, ob sie bissel mit helfen Druck zu machen, weil man es selber nicht hinbekommt. Doch wer gibt schon zu, ein Versager zu sein

  • Gustav Hall

    @ “Steffen david”
    Wie geil ist denn das, verstehe ich das richtig? Von nix ‘ne Ahnung, aber trotzdem rumstänkern? Billige Phrasen aus der untersten Schublade dreschen und keinen einzigen gehaltvollen Satz hinkriegen? Kennst Du die Jungs und Mädels etwa und weißt, wer von denen Steuern zahlt und wer nicht? Dass die BRD nicht wegen Studenten, sondern eher wegen anderen Sozialgruppen ein Problem mit dem Steueraufkommen hat, kannst Du tagtäglich nicht nur auf den Nachdenkseiten nachlesen, sondern auch erfassen, wenn Du einfach mal die Augen aufmachst oder alternativ Dein Gehirn einschaltest, welches offenkundig mit gewerkschaftsfeindlichem Unsinn zugemüllt worden ist.
    Interessant auch Dein Hinweis an die “Personalreferenten”, sich diese Seite und ihre “Sympathisanten” anzugucken. Ich muss an den Begriff “virtueller Blockwart” denken, obwohl die Unternehmer dieser Republik einen solchen gewiss nicht brauchen, um sich unliebsame Beschäftigte vom Hals zu schaffen.

    @ Die Macher dieser Seite
    Danke an die SDS-Leute dafür, dass sie als Studis über den Tellerrand blicken können und die richtigen Worte zur Unterstützung der Streikenden gefunden haben! Weiter so!

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