Qualität trotz Unterfinanzierung

Das Land NRW und die Universität Siegen haben eine Ziel- und Leistungsvereinbarung zur “Zukunft des Lehramts-studiums” unterzeichnet, wie es auf der Internetpräsenz der Universität Siegen heißt (vgl. http://www.uni-siegen.de/start/news/studium/434693.html).

‎Burckhart: “Allerdings darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Hochschulen in ihren Grundhaushalten unterfinanziert sind und die zusätzlichen Mittel in die notwendige Aufstockung des Lehrangebots durch die Studienzeitverlängerung sowie den Mehraufwand für die Organisation des Studiums, insbesondere des Praxissemesters fließen.” Täuschend bzw. enttäuschend meinen auch wir vom Aktionsbündnis SDS.AgiL. Deutschland liegt, was Bildungsausgaben anbetrifft deutlich unter dem OECD-Durchschnitt (vgl. http://bit.ly/xiNQFp ). In Sachen Selektion und fehlender Durchlässigkeit ist das deutsche Bildungssystem jedoch ganz vorne mit dabei. „Wir wollen, dass in Deutschland mehr Geld für Bildung und Hochschulen ausgegeben wird. Anstatt Banken und Konzerne zu retten, ist das Bildungswesen bedarfsgerecht zu finanzieren.“, fordert Max Manzey (SDS.DIE LINKE.BERLIN*). Darüber hinaus bedarf es mehr und stärkerer Partizipationsmöglichkeiten für Schüler*innen und Studierende beim Einsatz der Mittel. Anstatt in “Exzellenz”-Programme zu investieren, welche meist nur förderlich für die sind die eigentlich keiner Förderung mehr bedürfen, ließe sich durch mehr Mitbestimmung Bildungsbenachteiligung zumindest entgegenwirken und Bildungsinstitutionen wieder zu demokratischen Sozialräumen für alle machen sowie es auch in einem offenen Brief der Experten-Tagung „Demokratische Grundschule“ der Universität Siegen an die Kultusminister*innenkonferenz (KMK) gefordert wird.

Eine Reaktion zu “Qualität trotz Unterfinanzierung”

  • Mark

    “Rettet die Biologie

    Dienstag der 17.Januar 2012 um 12 Uhr im grünen Hörsaal– Die Biologiestudenten erfahren, dass das Department Chemie – Biologie der Universität Siegen, einige Probleme hat.

    Die Personallage der Biologie sieht katastrophal aus:

    Zu wenig Lehrkräfte…
    Zu wenig Professoren…
    Zu viel Arbeit…
    Zu viele Studenten…

    und vor allem zu wenig Geld!

    Die Lösung des Dekanat soll sein: Abschaffung des Lehramt Gym Studienganges. Nur noch GHR wird angeboten und selbst da soll die Annahme reduziert werden.Und das bereits ab dem WS 12/13.

    Es wird besänftigend beigelegt, dass die Biologielehramtsstudenten,​ die bereits studieren noch zu Ende studieren dürfen. Und, dass man versuche die Lage zu optimieren. Was benötigt wird, sind Professoren und dafür braucht man Geld. Und Geld, so sagt Herr Pietsch, gibt es nicht einfach so.

    Doch was soll man als Student denken, wenn der Dekan selber sagt, dass die letzten Jahre „verschlafen“ wurden, um das Desaster, welches wir nun haben, zu verhindern? – Nun liegt es an uns. Uns den Studenten, die eigentlichen Träger der Universität und nun die Leidtragenden sind.
    Der Biologiestudiengang umfasst 544 Studenten und ist die zweitgrößte Gruppe, der Naturwissenschaftsstudente​n. Nach Mathematik (1620) und noch vor Chemie (492) und Physik (366). (Stand WS 11/12)
    Sollte der Studiengang abgeschafft werden, so wird die Universität Siegen nicht nur in der Biologie Verluste erzielen. Auch die anderen drei Naturwissenschaften sind involviert.

    Wenn ihr euch an der Debatte beteiligen wollt, so steigt in die Gruppe „Rettet die Biologie – Lehramt Uni Siegen“ (http://www.facebook.com/groups/​279800255413168/) ein. In der innerhalb von 4 Stunden – 196 – Studenten beigetreten sind. Was zeigt: Ja wir möchten was bewegen!
    (Gez.: Isabelle Frese)”

    (Quelle: http://www.facebook.com/Lehramt.siegen)

    So sieht also der Einsatz der zusätzlichen Mittel aus ? Weitere Streichung von Fächern, wie einst auch bei der Philosophie? Na dann gute Nacht.

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